Avisota auf der Kippe!

Avisota steht vor der Marktreife

Besucher von avisota.org bekommen dieser Tage dieses Schreiben von Avisota-Founder Tristan Lins zu lesen, das ich in seiner Vollständigkeit hier hereingenommen habe:

Sehr geehrte Besucher,

vielen von Ihnen ist das Newslettersystem Avisota sicherlich bekannt. Aber ich vermute, dass den wenigsten die missliche Lage, in der das Projekt steckt, bekannt ist.

Bereits Anfang 2013 stand das Projekt auf der Kippe. In unserem Haus fehlte es vor allem an Projekten, in denen Avisota zum Einsatz hätte kommen können. D.h. das Projekt war und ist für uns aktuell immer noch eine Investition, die wir nicht - nicht mal in Teilen - auf unsere Kunden umlegen können. Es fehlt uns also jegliche Möglichkeit, unsere eigenen Kosten zu decken oder gar irgendwann Gewinne mit dem Projekt zu machen.

Mitte 2013 hat mich (Tristan Lins, Entwickler und Founder des Avisota Projekts) die Community dann dazu überredet das Projekt mit Hilfe eines Fundraisings zu retten. 6.950 € sind seither zusammen bekommen. Eine Menge Geld, wenn man aber überlegt, dass nur etwa die Hälfte auf das eigentliche Basis-System und die andere Hälfte auf Funktionen entfallen, die ohne die Basis-Version gar nicht funktionieren, hat die Community bisher leider falsch investiert.

Der Stand heute ist, dass Avisota fast fertig, aber noch nicht Marktreif ist. Vor allem muss nochmal “gründlich aufgeräumt” werden. Der einzige große Knackpunkt ist noch das Pflegen und Erstellen von Newslettern. Trotz dieser fehlenden Features ist Avisota 2 z.B. bei den MEN AT WORK bereits in drei Projekten im Einsatz und wird dort produktiv eingesetzt. Sogar an den Übersetzungen wurde bereits fleißig gearbeitet:
https://www.transifex.com/projects/p/avisota-contao/

Von unserer Seite wurden bereits 10.000 € bis 15.000 € investiert.
Zusammen mit dem Fundraising Betrag kommen wir auf rund 20.000 €.

Eine stattliche Summe möchte man meinen und jüngst sind auch noch größere und kleinere Beträge dazu gekommen. Und obwohl es Anfang Dezember hieß, wir haben endlich den geplanten Betrag für die Basis-Version zusammen, hieß es Ende Dezember dann fast schon wieder das Aus. Ein Fundraiser möchte sein Geld (rund 1.500 €) zurück, weil es “nicht so läuft wie er sich das vorgestellt hat bzw. wie es versprochen wurde”. Ich hatte gesagt, dass wir bis Ende Dezember noch die Version 2 fertig bekommen. Aber ein Non-Profit-Projekt wie Avisota kann natürlich nicht die Priorität genießen, wie andere Projekte. Die Umsetzung hatte sich also verzögert und gerade zwischen den Feiertagen, wo es von unserer Seite wieder los ging, kam die Hipsbotschaft des oben genannten Fundraisers.

Man kann jetzt sicherlich darüber streiten, ob es rechtlich korrekt ist, den Betrag zurück zu zahlen. Fakt ist jedoch, dass ich persönlich von dieser Community ein wenig enttäuscht bin. Anfang/Mitte 2013 kamen viel mehr Zusagen. Da wurden von einzelnen Personen sogar Unterstützungsbeträge von 2.000 € bis 5.000 € genannt. Bisher betrug die größte Einzelzahlung nicht mal 2.000 €.

Da das Fundraising nicht funktioniert hat, sehe ich aktuell nur noch eine Möglichkeit das Projekt zu retten. Denn ich glaube, jeder kann verstehen dass bei einer Investition im 5-stelligen Bereich, unsere Mittel mittlerweile weitestgehend ausgeschöpft sind und wir auch nicht mehr bereit sind, nochmal viel Geld in die Hand zu nehmen, so lange wir für unsere Arbeit keine Einsatzmöglichkeit sehen.

Der letzte Aufruf

Deshalb wende ich mich in einer letzten “verzweifelten” Aktion an euch, die Community. Um zu sehen, wie “stark” diese Community ist, möchte ich nach dem PledgeBank Prinzip vorgehen und suche mindestens 50 oder mehr Unterstützer, die bereit sind folgendes Versprechen abzugeben:

Ich verspreche 50 € zur Unterstützung des Avisota Projektes zu zahlen,
wenn mindestens 49 weitere Unterstützer es mir gleich tun.

Dein Versprechen kannst du auf folgender Seite abgeben: http://avisota.org/de/pledge

Sollten sich innerhalb von 2 Wochen, d.h. bis zum 20.01.2013, 50 oder mehr Unterstützer finden, die bereit sind einmalig 50 € oder mehr zu investieren wird das Projekt fortgesetzt und noch Marktreif gemacht. Im Gegensatz zum Fundraising erhaltet Ihr aber erst eine Rechnung, wenn der Aufruf erfolgreich war!

Mit dem Geld ist geplant, die Basis-Version sowie die News- und Events-Inhaltselemente zeitnah fertig zu stellen. Wenn mehr als 50 Menschen dieses Versprechen abgeben oder zusätzliche Beiträge gezahlt werden, werden wir mehr Funktionen umsetzen. Bei Fertigstellung der Basis-Version hat uns MEN AT WORK bereits zugesichert zeitnah auch eine MetaModels Integration der Community zu sponsoren. Aber zuerst einmal müssen wir die Basis-Version, die mittlerweile sogar schon zum Teil die Beträge für die Funktionen verschlungen hat fertigstellen. Einige der Funktionen die durch das Fundraising gefördert wurden, sind allerdings schon zum Teil oder vollständig umgesetzt. Ich habe das jetzt allerdings nicht im Detail aufgeschlüsselt, da auch diese Funktionen nochmal eine Bereinigung und Feinabstimmung mit dem Grund-System benötigen. Desweiteren wird durch die Fertigstellung von Avisota 2 auch MetaModels profitieren, da beide Extensions die neue DC_General Version nutzen (werden).

Sollten sich keine 50 Unterstützer finden, werden wir das Projekt unsererseits abbrechen. Wir werden das Projekt dann an die Open Source Community abgeben. Das gilt auch dann, wenn sich keine 50 Unterstützer, dafür aber durch Zusatzbeiträge die 2.500 € (50 Unterstützer * 50 €) zusammen kommen. Wenn sich deutlich weniger als die angepeilten 50 Unterstützer finden, sehe ich keine Perspektive, dass das Projekt auch in Zukunft mit Unterstützung rechnen kann.

Warum gerade 50 * 50 und nicht bspw. 5 * 500? Wie bereits aus den jüngsten Ereignissen hervorgeht, können uns einzelne Unterstützer, die einen Rückzug machen, deutlich mehr “Schaden”, um so größer deren Betrag ausfällt. Deshalb ist es unser Anliegen, möglichst viele Unterstützer zu finden - im Idealfall natürlich alle ~230 Partner - dafür aber lieber mit kleineren Beträgen. Das ganze hat natürlich nicht nur finanzielle Gründe. Auch ist unsere Motivation natürlich deutlich größer, wenn wir wissen, wie groß das Interesse an unserer Arbeit ist. Zwinkernd

Ich verstehe, dass es für viele sicherlich ein Schock sein wird. Einige haben fest mit Avisota 2 für Contao 3 geplant. Vor allem diejenigen, die bereits Geld investiert haben. Manch einer wird schon für ein Update auf Contao 3 investiert haben und sieht diese Investition jetzt in Gefahr. Nicht zuletzt ist von unserer Seite sehr viel Herzblut, Zeit und auch Geld investiert worden. Und dann gab es noch jene, die mich aktiv unterstützt haben, bspw. bei der Umsetzung der neuen Website, bei diesen Menschen möchte ich mich an der Stelle von ganzem Herzen bedanken.

Damit verbleibe ich hoffnungsvoll™,
Mit freundlichen Grüßen
Tristan Lins

Wir wollen Tristan gerne auch mit der Weiterverbreitung des Anliegens unterstützen, denn vermutlich werden auch einige von euch Avisota bereits jetzt im produktiven Einsatz haben. Dein Versprechen - es fehlen mit heutigem Stand, dem 5.1.2013 um 16 Uhr, noch 24 von 50 Unterstützern - kannst du hier abgeben: Avisota unterstützen.

Auch wir von Contao Austria Community Organisation verwenden Avisota und hoffen inständig, dass dieses tolle Newslettersystem weiterhin von Tristan so verlässlich und gut entwickelt wird wie bisher!

Wir hoffen also auf 50 - oder noch mehr - fleissige Unterstützer, die bis zur Deadline in 14 Tagen ihre Unterstützung zusagen und den Communitygedanken damit auch wieder ein Stück in gelebter Form größer werden lassen!

 

Einen schönen Sonntag noch, ihr Lieben

 

Christine

für das Contao Austria Community Team Christine, Johannes & Klaus

 

NACHTRAG am 24.1.2014 von Christine Szendi:

Wow, Chapeu, liebe Contao Community, da haben wir wieder einmal gezeigt, was wir drauf haben: 112 Spenden-Versprechen mit einer Gesamthöhe von 8.255 Euro für Tristan Lins und damit die Umsetzung aller geplanten Features bis auf das Bounce-Management und unser liebstes Newsletter-Feature für Contao ist gerettet.

Das Video von Tristan zeigt seine Fassungslosigkeit über die unerwartet spontanen Hilfeleistungen an einem Punkt, wo er sein Baby schon verloren glaubte, und natürlich seine Begeisterung. Schön ist das. Sowas gibts eben auch nur bei Contao. Bin stolz auf uns.

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